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Ausstellung in der Kollegienkirche Salzburg 2022.

Die Ausstellung in der Kollegienkirche Salzburg zum Thema „den Heiligen Farbe geben“ wird am 30. Oktober 2022 mit einer Vernissage um 14 Uhr eröffnet. Der Straßwalchner Künstler Rudolf Brudl und Jutta Blühberger aus Strobl haben sich dafür intensiv mit zwölf Heiligen aus der Kollegienkirche beschäftigt. Die Bilder und Texte für die Ausstellung werden hier nach und nach vorgestellt.

Die Kollegienkirche in Salzburg

Die Kollegienkirche Salzburg bietet ein unvergleichliches Ambiente für eine ungewöhnliche Ausstellung zeitgenössischer Kunst. 

Die von Fischer von Erlach erbaute Kirche ist großteils in Weiß gestaltet, das die Vereinigung aller Farben und damit ein Symbol für das Göttliche und die Vollkommenheit ist. Entgegen den ursprünglichen Plänen von Erlach wurden die Nischen mit verschiedenen Heiligenfiguren und Altären gefüllt. Bis auf eine Ausnahme (Judas Thaddäus) stehen sie über der Kopfhöhe der Besucher und sind in dunklen Farben gehalten. 

Die Ausstellung „Den Heiligen Farbe geben“

Die von Rudolf Brudl initiierte Ausstellung verfolgt zwei Ziele:

Die Beschäftigung der Künstler zielte darauf, dem Besucher die Leben dieser besonderen Menschen nahezubringen, sie sozusagen farbiger und lebendiger zu machen. Zum einen sollen die Bilder und Texte helfen, diese teilweise wenig oder nur oberflächlich bekannten Heiligen anschaulich zu machen, sodass sie uns als Menschen auf Augenhöhe begegnen. Sie waren allesamt Menschen mit Fehlern und Schwächen, aber durch ihre Gottesbeziehung erlebten und bewirkten sie Außergewöhnliches. Zum anderen hatte jeder von ihnen besondere Anliegen, für die sie sich einsetzten. Davon sind die meisten heute genauso aktuell. Auch wenn die heutigen Umstände sich oft sehr von den ihren unterscheiden, gibt es Parallelen. Ihre Anliegen aus vergangenen Jahrhunderten sind auch in der Gegenwart relevant, selbst wenn die Anwendung anders aussieht. Im Dialog mit diesen Heiligen wollen wir uns zum christlichen und sozialen Engagement herausfordern lassen. 

Die Kunstwerke entstanden somit im Spannungsfeld der göttlichen Vollkommenheit, die sich im weißen Sakralbau widerspiegelt; den dunkelfarbigen Skulpturen der Heilige in ihrer überhöhten Position, wodurch sie uns entfremdet und entfernt erscheinen; sowie ihren Biografien – die ihre menschliche Unvollkommenheit demonstrieren, aber durch die wir auch Gottes Wirken in ihrem Leben und ihre Relevanz für die heutige Zeit entdecken können. 

Auswahl der Heiligen

Die zwei bildenden Künstler haben folgende Heilige ausgesucht:

Rudolf Brudl aus Straßwalchen hat drei Zeitgenossen Jesu und drei Theologen gewählt:

  • Josef von Nazareth (1. Jhd v Chr – um 16 n Chr)
  • Lukas der Evangelist (um 21 v Chr – um 63 n Chr)
  • Johannes der Täufer (um 5 v Chr – um 30 n Chr)

  • Wolfgang von Regensburg (um 924 – 994)
  • Antonius von Padua (1195 – 1231)
  • Gertrud von Helfta (1256 – 1301/2)

Jutta Blühberger hat sich für drei Mystiker und drei Heilige, die sich für Benachteiligte einsetzten, entschieden:

  • Bernhard von Clairvaux (um 1090 – 1153)
  • Franz von Assisi (1181/2 – 1226)
  • Teresa von Ávila (1515 – 1582)

  • Martin von Tours (um 316 – 397)
  • Leonhard von Limoges (um 500 – 559)
  • Ivo Hélory von Kermatin (um 1247 – 1303)

Vorstellungstexte der Heiligen

Die Autorin Jutta Blühberger hat sich intensiv mit dem Leben dieser 12 Heiligen auseinandergesetzt. Daraus entstanden die Begleittexte für die Ausstellung im Stil von Rollengedichten, in denen sich die Heiligen vorstellen und überlegen, welche ihrer Anliegen im 21. Jhd. noch bedeutsam sein könnten. Stil und Inhalt der Texte haben das Ziel, die Heiligen für den Besucher auf Augenhöhe zu holen und seine Anliegen für heute relevant zu machen.

Sie können diese Texte auf den folgenden Seiten lesen oder anhören. Bei der Ausstellung selber werden QR-Codes neben den Kunstwerken zu diesen Seiten verlinken. Wir werden die Texte und Bilder im Laufe des Oktobers freischalten.

Vorschau auf die Bilder von Jutta Blühberger
Vorschau auf die Bilder von Jutta Blühberger

Herzliche Einladung zur Ausstellung

Die Vernissage der Ausstellung in der Kollegienkirche Salzburg findet am letzten Oktober-Wochenende statt und Sie sind herzlich dazu eingeladen:

Vernissage: Sonntag, 30. Oktober 2022, 14:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 30. Oktober – 20. November 2022


Die Kollegienkirche ist jeden Tag von 10 – 19 Uhr geöffnet und die Ausstellung kann in dieser Zeit besichtigt werden (mit Ausnahme von Gottesdiensten oder anderen Veranstaltungen). Die beste Beleuchtung im Spätherbst gibt es um die Mittagszeit. Die Künstler werden bei der Vernissage anwesend sein und an den Wochenenden rund um die Mittagszeit für Fragen zur Verfügung stehen.

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